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Momentaufnahme Tierparkcenter

Unlichte Tage
© Fritz-Jochen Kopka

Eine Kurzstrecke reicht von hier bis zum neuen Personalausweis. Das Center am Tierpark nebst Bürgeramt 3 in der illustren Otto-Schmirgal (wer war das?)-Straße singt den Rentner-Blues. Kommt her, die ihr mühselig und beladen seid. Und sie kommen. Ein riesiger Liefer-Truck versperrt die enge Straße zum Supermarkt, traut sich nicht weiter. Der Beifahrer dirigiert den ängstlichen Fahrer mit dramatischen, aber wenig hilfreichen Gesten. Wenn wir hier von Architektur reden wollen, müssen wir auch von Misslingen oder von gar nicht erst gehabten Ansprüchen reden. Eingang Ost, Eingang West, zehn Meter von einander entfernt. Dient das der Orientierung? Außen sieht’s sonderbar aus, innen ist es unwirtlich. Im ersten Geschoss funktioniert noch ein Italiener und das WC für alle Besucher, die 50 Cent erübrigen können. Das Bürgeramt selbst ist voller Gestalten verschiedener Nationen. Wir Deutschen sind dabei nicht die Schönsten. Es geht um Wohnungsanmeldungen, Kfz-Kennzeichen, Personalausweise und Ausreisen. Termine vergibt das Internet. Die Stimmung ist langmütig. Kein Mensch liest ein Buch außer einem. Du brauchst nur ein biometrisches Foto und eine Geldkarte. Deine Daten haben sie hier sowieso. Freiwillig kann dein Fingerabdruck gespeichert werden, was mehr Sicherheit bei Personenkontrollen brächte.

Diese Arbeiter haben immer Hunger. Oft wird ihnen auch die Zeit lang.

Kaiser’s ist jetzt Rewe. Der Beifahrer des Trucks steht schon wieder im Weg. Er breitet am Eingang des Markts eine dreckige Matte aus. Ich warte, weil ich nicht unter die Matte geraten will. Etwas schneller, sagt er, wenn’s geht. Das gilt auch für Sie, sage ich. Haben Sie ’ne Stoppuhr dabei? Er überlegt kurz und sagt ja. Die Probe aufs Exempel versage ich mir. Kunden und Mitarbeiter sind mit dem neuen Sortiment noch nicht vertraut. Die Rentner beäugen missmutig die kleine Schlange an der Kasse. Im Backshop kaufe ich ein Mettbrötchen und eine Tasse Kaffee. Das bereitet keine Schwierigkeiten. Ich frage zwei ältere Herren, ob ich an ihrem Tisch für einen Moment Platz nehmen darf. Sie sind großzügig. Große Künstler sind das, sagt der eine, aber wie die aussehen. Der andere kann darüber nur den Kopf schütteln. Ich habe jetzt zwei Möglichkeiten, ins Gespräch einzusteigen. Eins: Nennen Sie mal ein Beispiel. Zwei: Und habt Ihr Euch auch mal über Euer Aussehen Gedanken gemacht? Ich wähle keine von beiden und schweige. Cum tacent, clamant. Indem sie schweigen, schreien sie.

In dem Kinderwagen is wahrscheinlich ooch ’n Rentner drinne, ’n ganz kleener …

Hast du gestern Union gesehen? Verloren. Das war doch ne Chance gewesen. Ich breche mein Schweigen und sage: Sie haben nicht schlecht gespielt. Sag ich ja, sagt der Mann. Das Foul, das zum 1:0 führte, war gar kein Foul und schon gar keine Gelbe Karte, sage ich. Danke, ruft der Mann, als hätte ich ihn eben aus einem Abgrund gezogen. Der Schiedsrichter, Ittrich, war auch jener, der bei Hertha so lange nachspielen ließ, bis die Bayern den Ausgleich geschossen haben, lasse ich sie wissen. Die sind alle gegen Berlin, sagen die Männer einmütig. Und dann sind sie beim Weltfußball. Der achtjährige Sohn von Ronaldo bewegt sich schon genauso wie Ronaldo. Ich mag den ja nicht. Das is’n Angeber. Da bin ich anderer Meinung, sage ich, der hat keine leichte Kindheit gehabt und warum soll er nicht angeben mit dem, was er hat. Denken Sie mal an das Endspiel der EM, wie er verletzt am Spielfeldrand stand und das Team angefeuert und gecoacht hat.

Ach, Architektur

Okay. Ihnen passt die ganze Richtung nicht. Geld regiert die Welt und den Fußball erst recht. War früher besser, als nur drei Ausländer in einer Mannschaft spielen durften.

Diese Regel ist in einem demokratischen Verfahren gekippt worden.

Ach, Demokratie, winken sie ab. Geld! Es geht doch nur ums Geld.

Diese Entwicklung halten wir nicht mehr auf, sage ich.

Die Männer sind beim dritten Kaffee. Ja, möchte ich sagen, sie trinken den Kaffee wie Bier. Es ist elf Uhr am Vormittag. Bier können sie dann ab fünf trinken. Wir können uns jederzeit wieder in die Augen sehen.

Aus der Zeit fallen

Jeder lebt in seiner Zeit
© Christian Brachwitz

’ne schicke Armbanduhr mit blauem Zifferblatt tragen und aus der Zeit gefallen sein. Die leichte Sommermütze, die getönte Brille, die diebstahlsichere Weste, die lässig aufgekrempelten Hemdsärmel dieses rosa Hemds! Als ich den Fußballnomaden wegen seines rosa Hemds einmal ein wenig hopp nahm, sagte er stolz, das war eine Gelegenheit! Ich habe fünf davon. Ich hätte aber gleich zwanzig kaufen sollen. (Es gibt günstige Gelegenheiten und ungünstige Gelegenheiten. Das sind dann aber, streng genommen, keine Gelegenheiten mehr.) Gleichwohl: Dem alten Herrn steht das rosa Hemd gar nicht schlecht. Man soll sich von seinen Vorurteilen lösen. Weniger gut steht ihm die automatische Tür des Busses, aus dem heraus dieses Foto offenbar gemacht wurde. Er mag automatische Türen insgesamt nicht, diese ganze verdammte moderne digitale Scheiße. Eine Tür ist dazu da, dass man sie selbst öffnet und schließt, man möchte sich auf sich selbst verlassen. Er hat nur Verachtung für all seine Rentnerkollegen übrig, die Computerkurse absolvieren, um ihren Enkeln noch was vormachen zu können und überall mit dem Smartphone rumfuchteln und dabei über einen vorstehenden Stein stürzen und sich einen Oberschenkelhalsbruch zuziehen. Was soll denn so falsch daran sein, aus der Zeit zu fallen! Dies ist nicht meine Zeit! Einen großen Teil dessen, was zu dieser Zeit gehört, mache ich nicht mit! Da stehe ich drüber. Und es fehlt mir nichts. Und neben dieser neuen Zeit gibt es eben noch ein Zeitsegment, in dem ich mich bewege und zwar mit einer besseren Orientierung als die Leute um mich herum. Ich weiß, wo ich hin will. Ich weiß, wo ich nicht hin will. Ich kaufe, was ich brauche und was mir gefällt, und nicht das, was gerade gesenkt ist. Und meine Mundwinkel bleiben so lange da unten, wie es mir passt.

Ein letztes Netto-Wort

Nur noch Schutt und tiefe Furchen …

Nur noch Schutt und tiefe Furchen …

Monate hat’s gedauert, aber nun liegt unsere Kaufhalle/unser Supermarkt danieder. Viel mehr als ein Haufen Betonbrocken ist nicht von ihr oder ihm übriggeblieben. Im Licht der Dezembersonne sieht das fast versöhnlich aus. Ein roter Bagger bereitet den Baugrund für ein neues Abenteuer oder Geschäftsmodell vor. Hätten, fällt uns ein, in dem aufgegebenen, aber intakten Gebäude nicht Flüchtlinge unterkommen können, vorübergehend? Nein, dafür stellen wir lieber unsere nicht aufgegebenen Turnhallen zur Verfügung, denn unsere Kinder sind noch nicht übergewichtig genug. Wozu da Sport, wozu Bewegung.

Eine letzte Erinnerung an die braven Kunden füge ich an:

Bei Netto machte ein Rentnerehepaar aus dem Einkauf eine Haupt- und Staatsaktion. Die Frau moderierte, der Mann schwieg und schob den Einkaufswagen. Die Dame war überaus kritisch. Nichts genügte ihren Ansprüchen. Schon gar nicht die Kartoffeln, die sie lange prüfte. Die Bananen waren ihr zu grün. Wollen wir anderes Obst mitnehmen, Günter, eine Melone? Günter drückte sich um Antworten. Wo ist unser Wagen, Günter? Hier drückte sich Günter nicht nur, hier wusste er nicht mehr. Das ist ja auch schwer, wenn man den Wagen nicht durch irgendwelche Waren markiert hat, aber es lag buchstäblich nichts darinnen, weil die eben zu anspruchsvoll war, und Günter nicht dagegen ankam. Keine Chance.

 

Berlin Alexanderplatz (23): Rainy Day

So’n Schirm kann ooch fliegen, wenn’s sein muss

So’n Schirm kann ooch fliegen, wenn’s sein muss

Ich fahr mit dem Regio und lese ein paar Zeilen Adorno über den Standort des Erzählers im zeitgenössischen Roman. Sowas kommt in den öffentlichen Verkehrsmitteln immer gut an (aber nicht darum tue ich es). Der Mann neben mir sieht aus wie Gregor. Er fixiert mich, ohne zu reagieren, klar, wir sind nach einem Stellvertreterkrieg durch eine Feindschaft verbunden. Als er aufsteht, ist er nur halb so groß wie Gregor, und da Menschen durch Feindschaften nicht schrumpfen, kann er nicht Gregor sein.

Alexanderplatz im Dauerregen. An einem solchen Tag hellen die Schirme das Bild etwas auf. Der rote Schirm des Bratwurstverkäufers, der bei diesem trostlosen Wetter seine Ware schützt, die sowieso keiner kauft. Unter der S-Bahn-Brücke ein paar Trommler, die auf Plastikeimer eindreschen. Im New Yorker statten sich selbstverliebte Jugendliche mit Klamotten aus. Dieser Shop ist ihre Welt. Immer im Trend. Wer hier kauft, kann sich im Vergleich zu den Primark-Kunden sogar als was Besseres fühlen. U-Bahn. Eine einsteigende Dame deutet herrisch auf den Rucksack des langen Lulatschs; er soll den wegnehmen, damit sie sitzen kann. Der Lulatsch und ich, wir grinsen uns an.

Im Restaurant ist die Rentnerhölle los, und auch unser Tisch ist nur bis 18 Uhr frei, dann kommt das Bundespresseamt. Das Bundespresseamt in Ostberlin? Das gab’s ja wohl noch nie. An den Rentnertischen werden drei festliche Reden geschwungen, teils im Sitzen, teils im Stehen. Diese fröhlichen Rentner sind ein Problem. Ich bin auch einer, aber ich fühl mich nicht zugehörig, sagt Verheugen. Er ist stolz auf seine Plastiktüten, die ihn nichts kosten und die jedes Kulturgut, ob Buch, Film oder Schnaps beherbergen. Es sind meistens Apotheken- oder Buchhandlungstüten. Er gibt mir den zweiten Band von Raddatz’ Tagebüchern zurück und leiht mir einen Band mit Interviews von Iris Radisch aus. Ich könnte mir was Schöneres vorstellen. Er meint, das Buch sei amüsant. Außerdem schenkt er mir eine Flasche mit Güstrower Klarem, meine Heimat. Alles in passende Plastiktüten eingehüllt. Von dem Schnaps hält er nicht viel, er hat nur 32 %, ich könne ihn zum Fensterputzen verwenden.   Verheugen bekennt seine Abneigung gegen die Kichertalkshows. Wozu auch die vom NDR mit Schöneberger und Burkhardt gehört, die er einmal mochte. Jetzt hat er genug von der lachenden Frau. Ich denke auch, dass die weichgespülten lachenden Moderatoren fehl am Platze sind, die Zeiten haben sich geändert. Die Kellnerin der Rentnertische war mal eine Handballnationalspielerin, man sieht es an der Statur, und der hintergründige Wirt ein Fußballprofi, der den Durchbruch nicht ganz geschafft hat. Heute erzählt er Geschichten, wenn er sich mal von seiner hintergründigen Rolle löst. Von der durch den Fernsehturm hervorgerufenen Sonnenfinsternis oder von den Flüchtlingen, die das Restaurant betreten und, ohne zu säumen, in die Küche gehen, wo sie anfangen, Gemüse zu schnippeln und zu kosten. Bisher sind es immer nur zwei von den vielen Tausend, aber was soll er tun, wenn sie zu zehnt kommen oder zu hundert? Er kann die Polizei rufen, aber er weiß auch, dass die Polizei nicht reagieren wird.

Nun müssen wir unseren Platz verlassen, denn der Tisch muss für das Bundespresseamt eingedeckt werden. Als dann Koryphäen des Bundespresseamts in einer Schlange, die gar nicht wieder aufhören will, erscheinen, wissen wir auch, was von den Erzählungen des Wirts zu halten ist. Es sind übergewichtige Touristen mit aufdringlichen Anoraks, die es keine zehn Minuten aushalten, ohne vor die Tür zu gehen und eine Lulle durchzuziehen. Ha ha, Bundespresseamt! Herr Karl, der Wirt, ist nicht auffindbar. Wahrscheinlich hat er sich in seiner Küche versteckt und verhandelt mit den Flüchtlingen. Mit Händen und Füßen.

Was ist in diesem Jahr mit dem Gras los?

Ach, die Rasenmäher! Früher war ihnen alles zu viel, heute fürchten sie, ihre Arbeit zu verlieren

Ach, die Rasenmäher! Früher war ihnen alles zu viel, heute fürchten sie, ihre Arbeit zu verlieren

Heute habe ich das letzte Mal in diesem Jahr den Rasen gemäht. Was ist überhaupt in diesem Jahr mit dem Gras los! Es wuchs und wächst nur minimal. Man könnte das Mähen überhaupt lassen. In den vergangenen Jahren hat an jedem Tag irgendeiner gemäht, die Rentner bevorzugt am Freitagabend und am Sonnabend, um den Berufstätigen zu zeigen, wie aktiv sie noch sind. Manchmal brummten mehrere Rasenmäher im Chor. Ich lüge nicht, wenn ich sage, dass einer meiner Nachbarn früher jeden Tag mähte. Er konnte sich ein Leben ohne Rasenmähen nicht vorstellen. In diesem Jahr zweifelt er am Sinn des Lebens, auch wenn er kein Intellektueller ist.

Woran mag es liegen, dass das Gras neuerdings nicht mehr wächst? An der Hitze? An den geringen Niederschlägen? Am Dünger? Am Klimawandel? Ich weiß es nicht. Keiner scheint es zu wissen. Die Rasenmäher fürchten, ihre Arbeit zu verlieren, und erwägen, eine Gewerkschaft zu gründen. Das hat noch immer geholfen.

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2015

Das Fest ist aus, die Freude ist zerschlagen, der Kater kommt, und das neue Jahr obendrein

Das Fest ist aus, die Böller sind verschossen, der Kater kommt, und das neue Jahr obendrein

Dieses Jahresende mussten wir keine Raketen abarbeiten, die sich sonst unter der Rubrik Danaer-Geschenk kurz vor Silvester hier ansammeln. Die feuern wir dann ab, weil wir sie nicht das ganze Jahr im Haus haben möchten, wer weiß, vielleicht gehen sie irgendwann von allein los. Das war also dieses Jahr nicht nötig, wir schauten uns das Spektakel von oben an. Im Fernsehen hatte gerade der Silvestergeiger David Garrett seinen Part gespielt. Eine kaum unterscheidbare Menge hatte sich an der Abschussrampe, der Kreuzung zwischen Haus und Park, versammelt. Kein Gejohle, kein Gesinge, kein Tanz, keine Fröhlichkeit. Es sah vielmehr verdammt nach Arbeit aus. Sie hatten beim Kauf der Raketen ordentlich zugeschlagen und mussten das Zeug loswerden. Jeder musste mit seinen Böllern und seinem Alkoholpegel allein zurechtkommen. Wir bewunderten unser altes Haus, dass es bei den Kanonenschlägen keine Anstalten machte umzufallen. Gewaltige Rauchschwaden hüllten die Straße ein, zogen davon, um neuen Nebeln Raum zu geben. Smartphones wurden erhoben, um die aufsteigenden und fallenden Leuchtkugeln festzuhalten. Der Neureiche ging in die Mitte der Kreuzung, schob mit dem rechten Fuß den abgeschossenen Quader beiseite, brachte den neuen in Stellung, zündete die Lunte und machte sich aus dem Staub, einige Dutzend Male, immer dieselbe Prozedur. Es ist so, dass die Knallkörper auch bei ihren Fans noch großen Respekt genießen. Das Rentnerehepaar trat vor das Haus. Noch im letzten Jahr haben sie ihre fünf bis zehn Alibiraketen abgeschossen, aber nun, in ihren Achtzigern, wären die Mühe und die Gefahr zu groß gewesen, sie hielten sich abseits. Der Neureiche ging als ihr Vermieter mit einem Sektglas auf sie zu, umarmte sie mit einem steifen Arm und machte sich wieder aus dem Staub, wie er sich vor dem angezündeten Knallkörper aus dem Staub gemacht hatte. Alsbald begann der lange Lulatsch mit dem Hündchen, das allerdings nicht mitfeiern durfte, die Reste der Raketen aufzusammeln und auf einen Haufen zu werfen. Das machte uns Hoffnung, dass es bald vorbei sein würde mit der Knallerei, und so war es auch.

2015 – das klingt nicht schlecht. Allen Freunden und Usern wünschen wir, dass das neue Jahr besser (oder noch besser) wird als 2014.

Das Ich und das Unter-Ich

Die Kinder waren hin – und weg. Forum-Center Berlin Köpenick

Die Kinder waren hin – und weg. Forum-Center Berlin Köpenick

Ich habe das Idealgewicht, aber nicht die Idealfigur.

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Der Rentner in mir ist noch nicht erwacht. Rentner sind die immer die anderen.

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Es ist das Vorrecht des Alters, Unfug zu reden. Ich fange auch schon damit an.

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In meinem Leben geschieht nichts. Aber in meinem Fernsehapparat.

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Zu meiner Verwunderung bin ich auf dem Weg, Nichtalkoholiker zu werden. Jetzt fehlt noch der Fernsehverzicht.

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Hilf uns, oh Fernsehen, dass die Zeit vergeht, ohne dass sie uns drückt und quält.

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Es ist ein verdammter Irrtum zu glauben, dass das Internet einem Gesellschaft leisten kann.

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Warum setzen sich im Zug immer dicke Frauen neben mich? Ich habe keine Bewegungsfreiheit.

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Ich unterhalte mich doch nicht mit wildfremden Menschen über so was Intimes wie das Wetter.

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Es gibt Unfreiheiten, mit denen ich sehr gut zurecht komme, und Freiheiten, mit denen ich nichts anfangen kann. Natürlich kenne ich auch Unfreiheiten, die ich nicht ertrage, und Freiheiten, die ich genieße.

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Ich bin kein Gesamtkunstwerk.

Hat auch keiner behauptet.

Ja. Das kommt noch hinzu.