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Internet und Herrschaftswissen

Das Herrschaftswissen löst sich in seine Einzelbestandteile auf
© Klaus

Mit der Ausbreitung des Internet begann der Niedergang des Begriffs Herrschaftswissen und all dessen, wofür er steht, und das ist auch gut so. Das Internet ist die reine Demokratie mit allem Für und Wider. Es fällt einem nicht in den Schoß, das Internet, man wird nicht hineingezwungen, aber wenn man es hat, kann man überall dabeisein. Und kann das, was wir Herrschaftswissen nennen, aufstöbern. Und schon ist Herrschaftswissen kein Herrschaftswissen mehr. Okay. Ich weiß nicht alles, aber ich könnte alles wissen, wenn ich nur wollte und meine Zeit mir nicht zu schade wäre. Nie waren die Statements der Politiker so durchsichtig, wie jetzt in den Zeiten des Internet. Nie war die Geheimnistuerei der Manager so lächerlich. Aber so hoch will ich gar nicht greifen. Der Handwerker ist nur noch eingeschränkt König. Den Boiler, den er mir für 700 € in Rechnung stellen würde, kaufe ich im Netz für 500. Die Info, wie ich den Rollladenantrieb meiner Jalousie programmieren kann – er enthält sie mir vor, weil er sich wichtig tun und mit jeder Kleinigkeit Kohle machen will – ich hole mir die Anleitung im Netz. Und dann mache ich das selbst. Leckt mich doch alle am Arsch. Das eigene Herrschaftswissen, das man sich über Jahre und Jahrzehnte angeeignet hat und mit dem man hier und da auf die uns eigene bescheidene Art aufgetrumpft hat, ist allerdings auch von seinem Glanz befreit. Das halten wir aus.

Das Ich und das Unter-Ich

Die Kinder waren hin – und weg. Forum-Center Berlin Köpenick

Die Kinder waren hin – und weg. Forum-Center Berlin Köpenick

Ich habe das Idealgewicht, aber nicht die Idealfigur.

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Der Rentner in mir ist noch nicht erwacht. Rentner sind die immer die anderen.

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Es ist das Vorrecht des Alters, Unfug zu reden. Ich fange auch schon damit an.

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In meinem Leben geschieht nichts. Aber in meinem Fernsehapparat.

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Zu meiner Verwunderung bin ich auf dem Weg, Nichtalkoholiker zu werden. Jetzt fehlt noch der Fernsehverzicht.

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Hilf uns, oh Fernsehen, dass die Zeit vergeht, ohne dass sie uns drückt und quält.

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Es ist ein verdammter Irrtum zu glauben, dass das Internet einem Gesellschaft leisten kann.

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Warum setzen sich im Zug immer dicke Frauen neben mich? Ich habe keine Bewegungsfreiheit.

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Ich unterhalte mich doch nicht mit wildfremden Menschen über so was Intimes wie das Wetter.

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Es gibt Unfreiheiten, mit denen ich sehr gut zurecht komme, und Freiheiten, mit denen ich nichts anfangen kann. Natürlich kenne ich auch Unfreiheiten, die ich nicht ertrage, und Freiheiten, die ich genieße.

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Ich bin kein Gesamtkunstwerk.

Hat auch keiner behauptet.

Ja. Das kommt noch hinzu.