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Posts Tagged ‘Bayern München’

Nach dem Halbfinale

Mit fünf Staropramen und einem Gratisgrappa in den Knochen war ich sicher nicht auf der Höhe meiner Leistungsfähigkeit und trotzdem haben wir die Telekomtruppe besiegt und aus dem Pokal gekegelt. Der Anteil der Fans vor dem Gerät ist wohl doch nicht so hoch wie angenommen, aber auch nicht zu vernachlässigen, ich war jedenfalls trotz des Biers kein Totalausfall und habe eingebracht, was einzubringen war, aber sicher hätten wir klarer gewonnen, wenn ich nüchtern gewesen wäre.

Okay, im Ernst. War angenehm vor dem Herauslaufen der Teams zu sehen, dass sich die Spieler beider Mannschaften ganz gut verstehen, jedenfalls einige und jedenfalls besser als die Funktionäre. War auch angenehm zu hören, dass Philipp Lahm nach dem Abpfiff recht sachlich und fair auf das Spiel zurückblickte, dafür wird er womöglich von Uli Hoeneß einen Anpfiff bekommen. Dem hätte es keine Mühe bereitet, die Niederlage in einen Sieg umzudeuten und dem BVB nahezulegen, zugunsten des FC Bayern auf eine Endspielteilnahme zu verzichten.

Bei Kicker online lese ich, dass den Bayern als Trostpreis jetzt die Meisterschaft bleibe. Das ist eben dieses verfluchte und selbst verschuldete Anspruchsdenken. Es muss ja immer das Triple sein, und wenn das nicht klappt, ist die Saison schon versaut. Wo soll das hinführen! Auf eine Saison ohne Gegentore oder was? Das! ist! so! unsympathisch! Ich meine, wir sind ja nicht umsonst beim BVB. Uns gefällt diese Spielweise, uns gefallen diese lustigen, stürmischen jungen Männer. Und wir haben nichts übrig für den Stocher-Fußball von Robben und Ribery, für die Schwalben und die ewigen Reklamationen.

Die Nachspielzeit, die nie vergeht

Und ein Haus der Fußballunkulturen brauchen wir auch © Fritz-Jochen Kopka

Und ein Haus der Fußballunkulturen brauchen wir auch
© Fritz-Jochen Kopka

Dem FAZ-Fußballredakteur Horeni verdanken wir die Erkenntnis, dass Schiedsrichter Patrick Ittrich, im Hauptberuf Polizeibeamter, die gegen die Münchner Bayern 1:0 führende Berliner Hertha keineswegs mit einer überdimensionierten Nachspielzeit, die man eher eine Verlängerung nennen sollte, benachteiligt oder gar betrogen, sondern dass er dem Fußball damit ein Geschenk gemacht hat.

Fünf Minuten Nachspielzeit waren angezeigt, man fragte sich wieso, langwierige Verletzungsunterbrechungen gab es nicht, drei Minuten wären angemessen gewesen, und als die fünf Minuten vorüber waren und die Bayern immer noch nicht den Ausgleich geschossen hatten, ließ Wachtmeister Ittrich weiterspielen, bis den Bayern endlich das 1:1 gelang und sie herumtanzen konnten, als wären sie soeben allesamt Weltfußballer des Jahres geworden, die Betreuer und der Präsident eingeschlossen.

In der Folge beeilten sich die Medien zu beteuern, dass alles mit rechten Dingen zugegangen war und dass man auch nicht vom Bayern-Dusel sprechen kann. Den Vogel schoss Horeni ab, der auf die Idee mit dem Geschenk kam, das der Schiedsrichter der Fußballhistorie gemacht hat, denn: „Nur so konnte mit dem aus der Zeit gefallenen Tor von Lewandowski eines jener für Fußballfan-Herzen unvergesslichen Spiele entstehen, das auch kühle Profis aus der Fassung bringt … ”

Was für eine frivole Gedankenakrobatik! Da fiele einem noch einiges ein, womit Spiele unvergesslich gemacht werden könnten. Hoeneß steigt von der Tribüne herab und versucht, den gegnerischen Torwart durch Muskelspiele und Grimassenschneiden abzulenken. So ein Spiel würde ich auch nicht vergessen. Man kann sich andere haarsträubende Schiedsrichterentscheidungen vorstellen (und hat sie auch schon erlebt), mit denen man Fußballspiele unvergesslich machen könnte. Die meisten Fußballfans würden allerdings auf solche Unvergesslichkeiten gern verzichten.

Ein für allemal: Es droht nicht der Untergang Deutschlands, wenn die Bayern mal ein Spiel verlieren und Präsident Hoeneß wird in einem solchen Fall bei aller Leidenschaft auch nicht gleich einen Bürgerkrieg entfesseln.

Das ist ja noch mal schiefgegangen

Prognose, auf den Arsch gefallen

Prognose, auf den Arsch gefallen

Nach der Saison ist vor der Saison. Anfang August 2015 sagten die Originalitätsmonster der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung das Ergebnis der Bundesliga-Saison 2015/16 voraus, das wir jetzt gerade live erlebten. So originell waren sie nun wieder nicht, dass sie einen anderen Meister als die Bayern vorausgesagt hätten. Sie meinten, es sei nur eine Frage des Punktvorsprungs, und so ist es ja auch gekommen. Aber dann übertrafen sie sich selbst. Wolfsburg landet auf Platz 2, und „das könnte eine lange Geschichte werden”. Also, der Werksklub auf Jahre hinaus der härteste Konkurrent der Bayern. Stand heute ist das ziemlich lächerlich, aber das wissen alle, die versuchen, Fußballergebnisse zu tippen, man schießt sich da ziemlich oft ins Knie. Manchmal hat man das Gefühl, die Mannschaften spielen nicht gegeneinander, sondern gegen dich, den Tipper, den Neunmalklugen, und auch der Schiedsrichter entscheidet oft genug nicht gegen einen Verein, sondern gegen dich. Bei den FAS-Burschen ist das aber noch ein wenig anders. Sie strotzen nur so vor Selbstgewissheit. Warum? Bei den Politikern wird öfter mal nachgefragt: Was haben sie vor der Wahl gesagt, wovon waren sie vor einem Monat überzeugt, vor einem Jahr. Die steilen Prognosen der Journalisten sind schon am nächsten Tag vergessen. Niemand nimmt sie beim Wort. Bei Borussia Mönchengladbach haben die FAS-Weisen ganz auf Trainer Lucien Favre gesetzt. Wir wissen, wie das ausging. Der VfB Stuttgart habe im Abstiegskampf ziemlich gut Fußball gespielt, „und unter dem neuen Trainer Zorniger geht es weiter in diese Richtung”. Ziemlich gut Fußball spielen und meistens verlieren. So haben sie es wohl nicht gemeint, die Jungs von der FAS. Sie waren auch nicht originell genug, den Aufsteigern eine Chance zu geben. Darmstadt trauten sie immerhin noch den Relegationsplatz zu, für Ingolstadt sollte es trotz der „Audi-Kohle auf dem Konto” nicht reichen, da gab man sich mal volkstümlich. Und ganz unten? Platz 18? Laut FAS Hertha BSC: „Dem Team mangelt es an Klasse, Sportdirektor Preetz an Ideen, Trainer Dardai an Erfahrung.” In der Realität hatte die Hertha nie was mit dem Abstieg zu tun. Stand sogar öfter auf einem Champions League-Platz. Den Fußballweisen von der FAS mangelt es an Demut. An Weitsicht. Und an der Einsicht, dass Fußball ein viel komplexeres Ding ist, als sie sich auch nur vorstellen können. Könnte sein, dass die Fehlprognose auch was mit Berlin-Hass zu tun hat. Sie ertragen es einfach nicht, dass Berlin so viele Leute anzieht.

Wenn ich schon Triple höre

Wenigstens hört jetzt das Geschwafel vom Triple auf, das uns sensiblen Fußballfreunden schon lange nervt, das Triple, das die Dienstzeit Pep Guadiolas beim FC Bayern in den Rang einer Epoche heben sollte. Sie haben das Triple ja schon mal gehabt, warum wollen sie es jetzt schon wieder haben; das ist vermessen (aber vermessen sind sie nun mal, die Bayern, und die ihnen huldigenden Medien), und es nährt nur die Illusion, der FC Bayern sei die beste Fußballmannschaft der Welt; es reicht doch, wenn sie die deutsche Meisterschaft so langweilig machen, dass man sich schon freut, wenn sie erst am vorletzten Spieltag Meister werden. Es hängt halt auch mit der Einfallslosigkeit der Medien zusammen, die in Anbetracht der Dominanz der Bayern immer neue Superlative und Lobeshymnen auskotzen, dievon Mal zu Mal inhaltsleerer werden.

Nun sind die Bayern also im Halbfinale der Champions League gegen Atletico Madrid ausgeschieden, gegen die Meister der Defensive, und ja, es fehlte nur ein Tor, es fehlten ein bisschen Glück und ein Schiedsrichter, der ihnen wohlgesonnen ist. Wenn sie im Viertelfinale gegen Juventus Turin ausgeschieden wären, wäre das erheblich begründeter gewesen, aber – wie sagen sie, besonders Thomas Müller, so gern: So ist Fußball. Da scheiden sie aus, obwohl sie den Welttorhüter zwischen den Pfosten stehen haben. Das ist auch so eine Formulierung, die nicht weniger schwachsinnig wird, wenn man sie ständig verwendet. Da sag ich: Wenn Manuel Neuer Welttorhüter ist, dann muss er den Schuss von Antoine Griezmann abwehren. Hat er nicht. Kein Vorwurf. Aber den Welttorhüter streichen wir jetzt mal.

Louis und Pep

Day after. Berlin ist weit weg von München und feiert sich selbst

Day after. Berlin ist weit weg von München und feiert sich selbst

Manchmal streiten wir uns, wie groß der Einfluss der Schiedsrichter im Fußball ist. Schiedsrichter, sage ich, schießen keine Tore, aber sie können Tore verhindern und begünstigen. Und sie sind meistens der Meinung, dass die Mannschaft mit dem größeren Etat eigentlich gewinnen muss. Nicht alle sind so, aber es empfiehlt sich, einige von ihnen über die Jahre im Auge zu behalten, schon weil man Bestätigung braucht für seine Theorien und sie auch immer wieder findet.

Am Tag danach fragte man sich, wie es Bayern München gelingen konnte, dem Tod noch einmal von der Schippe zu springen; also das Ausscheiden aus der Champions League gegen Juventus Turin zu vermeiden.

Als ich vom Training nach Hause kam, lagen sie 0:2 zurück; das war in der 65. Spielminute. Als ich meine Brote schmierte, köpfte Lewandowski den Anschlusstreffer. 73. Minute. Als ich das Bier aufmachte, fiel mir auf, dass der Schiedsrichter, Jonas Eriksson aus Schweden, eine seltsam einseitige Apathie an den Tag legte. Er war durchaus laufbereit, er war meistens auf Ballhöhe, wirkte aber gleichwohl ziemlich unbeweglich. So hatte er es sich völlig abgewöhnt, die Fouls der Bayern zu pfeifen, fast, als sähe er sie im Halbschlaf nicht. Umgekehrt war das nicht so, gegenüber den Turinern war er unerbittlich. Tuttosport spricht von einigen unvorteilhaften Schiedsrichterentscheidungen. Wie elegant kann Sprache doch sein. Ich sage nicht, dass Eriksson und seine Assistenten, die bei Abseitsstellungen der Münchner nur selten Lust hatten, die Fahne zu heben, das Spiel für Bayern München gewonnen haben. Es lag eher daran, dass Turin sich nach dem Anschlusstreffer allzu sehr auf das Verteidigen des knappen Vorsprungs beschränkte und mit den Konterchancen nachlässig umging (als hätten sie es nicht mehr nötig). Dann kommt es eben, wie es kommen muss. In der Nachspielzeit fällt der Ausgleich. Verlängerung.

Jetzt schlug die große Stunde von Louis de Funès. Ich bin schon seit langem der Meinung, dass Bayerns Trainer Pep Guardiola eine Reinkarnation von Louis de Funès ist. Er scharte die Spieler um sich und stellte sie auf die Verlängerung ein. Dabei zappelte, strampelte, veitstanzte, gestikulierte und grimassierte er derart, dass man das Gefühl hatte, Louis de Funès will den Mythos Pep Guardiola zerstören oder aber Pep Guardiola möchte durch derlei Übertreibungen zeigen, dass de Funès doch ein ziemlicher Kasper war.

Juventus Turin wird das nicht trösten. Sie hatten auch in der Verlängerung noch ihre Chancen, aber die Tore machten die Bayern, auch wenn sie nicht gerade wie die beste Mannschaft der Welt spielten.

Ein freier Mann

Über den Wolken muss die Freiheit wohl schwindelfrei sein

Über den Wolken muss die Freiheit wohl schwindelfrei sein

Am Montag war Uli Hoeneß wieder ein freier Mann. Die Hälfte seiner Haftstrafe hatte er abgesessen. Zuvor hatte er sich als Freigänger um die Nachwuchsabteilung des FC Bayern gekümmert. Fußballspiele seines FC Bayern anzuschauen war ihm als Häftling verwehrt. Aber nun war er ein freier Mann ( auf Bewährung), und am Mittwoch spielte Bayern München in der Allianz Arena gegen den FSV Mainz 05. Hoeneß saß neben seiner Frau Susanne und seinem Bruder Dieter, und es war fast ein Hohn, dass die Mainzer, die gleichsam nur verteidigten, mit 1:0 in Führung gingen. Der Mainzer Torwart Loris Karius hielt einige Unhaltbare; unfassbar, wie der das machte. Arjen Robben glich für die Bayern aus, und da wusste man schon, was nun passieren würde. Aber es passierte nicht. Viel mehr geschah das Gegenteil. Mainz schoss in der 86. Minute durch den eingewechselten Kolumbianer Jhon Cordoba das 2:1, und der Vorsprung der Bayern auf ihren Verfolger Dortmund schien plötzlich nicht mehr so uneinholbar. Es war die erste Heimniederlage des FC Bayern in dieser Saison, ausgerechnet an dem Tag, als der Ex-Präsident wieder auf der Tribüne saß. Plötzlich sah man an seinem Gesicht: frei sein und verlieren – das ist ein höchst ambivalentes Gefühl. Du kommst aus dem Knast, fühlst dich als freier Mann und dann kommt die Freiheit mit all ihren Problemen. Freiheit und Ohnmacht passen nicht zusammen, treten trotzdem gemeinsam auf.

… und zogen sich selbst die Lederhosen aus

Der Weg zum Tor und zum Sieg ist mit guten Vorsätzen, Taktikanweisungen, aber auch mit Glück tapeziert. In den Gärten der Welt, Berlin-Marzahn

Der Weg zum Tor und zum Sieg ist mit guten Vorsätzen und Taktikanweisungen, aber auch mit Glück tapeziert. In den Gärten der Welt Berlin-Marzahn

Ich habe auch nicht verstanden, warum Peter Gagelmann Bayern München im DFB-Pokal-Halbfinale den Bayern einen klaren und zwei erwünschte Elfmeter versagte. Am Ende hab ich es dann kapiert: Der Mann ist nicht nur Schiedsrichter und Verwaltungsangestellter, sondern auch ein Seher. Offensichtlich sagte ihm sein siebter Sinn, dass die stolzen Bayern an diesem Abend keinen Elfmeter verwandeln würden. So wollte er ihnen depressive Stimmungen nach einem verschossenen Elfmeter ersparen, die vermutlich schon in der offiziellen Spielzeit zu einer Niederlage geführt hätten.

Unbestreitbar war das Spiel ein großes Spektakel, und wir können uns freuen, dabei gewesen zu sein, am TV-Gerät. Dortmund verteidigte hoch, eroberte viele Bälle, griff aber halbherzig und uninspiriert das Bayern-Tor an. Das war nicht die Borussia, die wir mit echter Liebe bedenken konnten, und es sah ganz so aus, als hätte Jürgen Klopp keine Spielidee mehr für sein Team.

Aber dann. Dann wechselte der wieder ziemlich epileptische Guardiola (auch wenn diesmal seine Hose nicht riss) falsch ein und aus. Um den BVB zu erschrecken, brachte er das Phantom Robben, der nach Verletzungspause keine Spielpraxis hatte, auf der ungewohnten Position in der Mitte nichts zustande brachte und sich abermals verletzte. Dann unterlief Marcel Schmelzer das Handspiel im Strafraum (nun gut, wir hätten früher beim Kicken Sackschutz gesagt und auch keinen Strafstoß gegeben, er hatte die Hände vor dem schützenswerten Geschlechtsteil, aber diese Regel gilt heute nicht mehr). Der Seher Gagelmann gab diesen Elfer nicht, und die Dortmunder sagten sich: Hoppla, wir werden ja heute gegen die Bayern mal nicht benachteiligt, und spielten anschließend wie befreit auf. Dann wechselte Klopp richtig ein bzw. aus. Für den etwas fahrigen Kagawa kam der in dieser Saison extrem glücklose Mkhitaryan und brachte frischen Mut und frische Ideen ein. Dann wechselte Klopp den echt wirkungslosen Stürmer Aubameyang nicht aus und hatte auch damit recht, denn der machte das 1:1, das die Bayern schockierte.

Ich glaube nicht, mich zu täuschen, wenn ich sage, dass ich in der Verlängerung auf den Gesichtern einiger Dortmunder Spieler ein Lächeln sah. So kam es schließlich zum Elfmeterschießen, das ich (als Zuschauer) unbedingt vermeiden wollte, weil ich dachte, die Dortmunder Schützen werden zu viel Respekt vor Welttorhüter Neuer (so nennt man ihn ja gern) haben. Aber es kam anders. Die Bayern waren gehemmt, weil sie Dortmunds zweiten Torwart Langerak zu wenig kennen und einschätzen können. Sie zogen sich gleichsam selbst die Lederhosen aus. Die Initialzündung gab Philipp Lahm, der beim Schuss mit dem Standbein wegrutschte und den Ball in die Wolken schoss. Gündogan verwandelte für Dortmund mit dem Strahl von einem Schuss. Alonso fühle sich von Lahm eigenartig inspiriert und imitierte das Wegrutschen des Standbeins. Der alte Kehl schickte Neuer cool in die falsche Ecke. Dann kam der Ex-Dortmunder Götze, man muss ihn nicht Verräter nennen, aber seinen Elfer hielt Langerak souverän, so, wie Neuer den gewiss nicht schlecht geschossenen Elfer von Hummels hielt. Und nun, zum möglicherweise entscheidenden Elfmeter, trat der Münchner Torwart Neuer selbst (und selbstbewusst) gegen den Dortmunder Torwart Langerak an. Er holte aus und traf die Latte. Vier Münchner Elfmeter, kein Tor. Dortmund war im Finale, das ersehnte Triple der Bayern unerreichbar.

Mir fiel noch ein ( das war aber Quatsch), dass Neuers verschossener Elfmeter die gerechte Strafe war für seine Proteste gegen das Dortmunder Gegentor. Er hielt den Schuss von Aubameyang klar einen halben Meter hinter der Linie und behauptete mit rudernden Armen, dass er ihn vorher abgewehrt habe. Das war ein dreister Betrugsversuch. Auf sowas ist schon mancher Schiedsrichter reingefallen. Gagelmann gestern nicht. Er ist nicht nur Schiedsrichter, Verwaltungsangestellter und Seher, sondern auch Romantiker. Er fände es schön, wenn der scheidende Trainer Klopp noch einmal mit dem Laster um den Dortmunder Borsigplatz führe, mit dem Titel des Pokalsiegers in der Tasche.