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Ist Jasper von Altenbockum ein Bonze?

Über das Desaster der sächsischen Polizei im Fall des syrischen Terroristen Jaber Albakr haben wir viel gehört, aber das noch nicht: Jasper von Altenbockum kommentiert in der FAZ, wir sollten nicht so besserwisserisch über die Polizei und die Justizvollzugsbehörden faseln, sondern die Leistungen der Beamten würdigen. Aber: „Nicht der Erfolg beschäftigt die veröffentlichte Meinung, sondern das Vorurteil, einen gravierenden Misserfolg, einen ›Skandal‹ entdecken zu können.”

Die Polizei lässt den Syrer in Chemnitz entkommen, weil sie offenbar zu dick angezogen ist. Sie meldet („überglücklich”), dass es ihr gelungen ist, den Verdächtigen zu fassen. Dann erfahren wir, dass es drei Syrer waren, die der Polizei nicht nur den entscheidenden Hinweis (und zwar zweimal) gaben, sondern den Landsmann auch noch fesselten und ihn der Polizei sozusagen auf dem Silbertablett servierten, weil sie anscheinend wussten, wie die Polizisten dort arbeiten; er sollte nicht noch einmal entkommen. Und dann kann sich Albakr gleichsam vor den Augen der Wärter strangulieren.

Altenbockem jedoch meint, wir sollten das Positive sehen, nämlich einen „der größten Fahndungserfolge” im Kampf gegen den Terror. Das ist ziemlich original DDR-Bonzen-Ton. Erfolgsmeldungen brauchen wir bis zur Selbstaufgabe. Immer schön staatsgläubig.

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