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Die FAZ berichtigt sich

Die FAZ berichtigt sich. Sie hat sich vertan. Es ging um die berühmt-berüchtigte Rigaer Straße 94 in Berlin-Friedrichshain, oder sagen wir doch direkt: um linke Hausbesetzer. Die FAZ sprach von 7800 Straftaten, davon mehr als 2000 Gewalttaten, die von Personen dort seit 2011 begangen wurden. Das war ein Versehen, sagt tags darauf die FAZ. Es waren tatsächlich 78 Straftaten, davon 28 Gewalttaten. Ein Versehen, so so. Immerhin zeigt der Vorfall, dass die Verfasserin des Berichts keine Ahnung von den wirklichen Verhältnissen in der Rigaer Straße hat und dass sie es vorzieht, nicht zu überlegen, dafür aber gern polemisch zu werden. An ihren Fehlern sollt ihr sie erkennen. Was linke Verfehlungen anbetrifft, findet die Zeitung auch das Hundertfache des Tatsächlichen für sehr gut möglich. Und auch an ihren Angebereien erkennt man sie. Die kleine Notiz läuft unter der Spitzmarke: Ius non calculat. Man kennt diese Wendung eher in diesem Wortlaut: Iudex non calculat. Der Richter zählt nicht. Die FAZ meint jedoch: Das Recht zählt nicht. Weil es sowieso immer rechts steht? Soweit würde ich nie gehen. Wir bitten um Nachsicht, heißt es am Ende der sechs Zeilen. Ja, tut das, bittet um Nachsicht. Aber rechnet nicht damit.

 

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