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Weltmeister sprechen sich an

Fußball schauen oder Eis essen? Am Ende wohl doch Fußball, vielleicht mit Eis

Fußball schauen oder Eis essen? Am Ende wohl doch Fußball, vielleicht mit Eis

Peter Körte stellt in der FAS die durchaus angebrachte Frage, ob wir uns auf die bevorstehende Fußballeuropameisterschaft überhaupt freuen können. Ich freue mich immer weniger. Einmal natürlich wegen der Bedrohungslage, die Anschläge von Paris stecken uns noch in den Gliedern. Aber sie erreichten das Stadion, in dem das Länderspiel stattfand, nur akustisch. Und wenn ich es richtig überschaue, schlagen die Terroristen nicht dort zu, wo es erwartbar ist. Denn dort ist auch die höchste Sicherheitsdichte.

Ich freue mich auch weniger nach dem vorläufigen Aufgebot des Bundestrainers und noch weniger nach dem endgültigen Aufgebot. Auf den Außenverteidigerpositionen tappt der Trainer im Dunklen. In sozialen Netzwerken witzeln sie abermals und abermals nicht zu Unrecht über die Nominierung Lukas Podolskis. Immerhin. So wenig er spielt, im Erfolgsfall wird er am meisten jubeln. Falls das das Kriterium ist …

Schweinsteiger stehen die grauen Schläfen sicher gut, das Übergewicht aber nicht. Von den Newcomern war Julian Brandt sicher der kreativste und torgefährlichste; der hätte dabei sein sollen. Von Marco Reus nicht zu reden, gegen dessen Verletzungen man anscheinend nichts machen kann. Bei anderen Verletzten sieht das anders aus. Und die beiden Testspiele gegen die Slowakei und Ungarn haben mir schon gar keine Vorfreude gemacht. Unsere Jungs sahen wie Kicker aus, die sich gegenseitig mit Weltmeister anreden, auch wenn sie nur ein paar Minuten mitgespielt haben oder nur auf der Ersatzbank saßen. Vor zwei Jahren in Brasilien. Nun schwächelt auch noch der sogenannte Abverkauf von Deutschland-Trikots zur EM. Die Fan-Artikel zum empfohlenen Verkaufspreis von 84,95 € (der DFB verdient pro Hemd lediglich 5 €) drohen zur Schleuderware zu werden.

Körte verderben allerdings UEFA und FIFA die Laune, das Versagen der Verbände, die kriminelle Energie der Funktionäre. Das weiß man, das ist ein alter Hut, das möchte man auch nicht mehr hören. Der Fußball ist zu groß geworden für die Strukturen, in denen er organisiert wird. Es müsste stringenter und demokratischer zugehen, falls sich das nicht widerspricht. Und trotzdem ist der Fußball eine Erfolgsgeschichte, trotzdem spielt er das Geld ein, das er dann verschiebt, trotzdem ist es gelungen, alle Kontinente einzubeziehen und den Entwicklungsländern eine Chance zu geben. Das ist ja eigentlich absurd. Ist aber so.

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