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Von Benn bis van Gogh

Berliner Farben an einem unberlinischen Ort © Christian Brachwitz

Berliner Farben an einem unberlinischen Ort
© Christian Brachwitz

Blau ist das Südwort schlechthin, sagte Benn, mit den anderen Farben könne man im Gedicht nichts anfangen (er war sehr streng), aber Blau sei eben das Südwort schlechthin. Wir sind aber nicht im Süden, wir sind in Berlin, an irgendeiner Unterführung mit irgendeinem Graffiti und einem Zaun und einem gelben Kasten, einem Gebäude, das vielleicht auch irgendwo Fenster hat, bloß nicht da, wo wir hinschauen. „Die Farbe ist nichts Zufälliges, sondern etwas Arteigenes; das altägyptische Wort für Farbe bedeutet gleichzeitig ›Wesen‹”, sagt uns das Wörterbuch der Symbolik, und auch, dass Farben „in ihrer Verbindung mit einer Form zu sehen sind”. Aber das hat der Himmel für eine Form? Er hat eine Form, die durch die Wolken bestimmt ist und auch durch diesen gelben Kasten, den der Himmel erst richtig zum Leuchten bringt. Für van Gogh stand Gelb für Gott und für die Liebe und Blau für die Unendlichkeit. Bei uns Deutschen symbolisiert Gelb den Neid. Da bin ich ganz bei van Gogh. Ich mag Gelb.

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