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Pathos und Spiel

Wenn dein starker Arm es will …  © Christian Brachwitz

Wenn dein starker Arm es will …
© Christian Brachwitz

Rostock neunzehnhunderteinundachtzig. Das Meer, der ungerührte Himmel, die Hafenanlagen, die im Wind klirrenden Fahnen, die allerdings auch aussehen, als seien sie in Stein gehauen oder in Bronze gegossen. Der Größenunterschied zwischen den revolutionären Matrosen (wenn es denn welche sind) und den Kindern, die nur spielen wollten, wenn sie nur wüssten was, könnte eklatanter nicht sein. Er ist so erheblich, dass die einen mit den anderen nichts zu tun haben. Es gibt ein Pathos, das unerreichbar ist und vielleicht nur in den Wunschvorstellungen der Mächtig-Ohnmächtigen existiert hat. Man könnte sagen, je größer und mächtiger etwas ist, desto unsichtbarer wird es auch. Realität sind die groben Betonplatten, die schrägen Treppenstufen, die Kinder, die überlegen, was sie anstellen könnten, mit diesem Moment und letztlich auch mit ihrem Leben. Das Denkmal steht auf einem dürftigen Fundament.

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  1. Hans Jahn
    April 19, 2016 um 8:30 am

    Eine sehr stimmige Reflektion.

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