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Die Presse scheint nervös zu sein, selbstgefällig, aber auch nervös

Die Presse scheint nervös zu sein, selbstgefällig, aber auch nervös

„Diese Behauptung Hermann Hesses, dass nämlich jedem Anfang ein Zauber innewohne, hat ja nur bedingt seine Berechtigung, wenn man gerade tatsächlich dabei ist, anzufangen.“ Ja, ganz toll, einen Artikel so anzufangen. Eva Berendsen, FAS. Falsche Kommasetzung, aber vor allem: diese Behauptung … , die nur bedingt … seine Berechtigung … hat. Falscher Bezug. Der Autor hat vergessen, worauf sich der Nebensatz bezieht. Kann ja passieren, wenn er (oder sie) Wert auf unübersichtliche Angebersätze legt. Und der Redakteur merkt … natürlich nüscht. Ist gleich beim ersten Satz eingeschlafen. Ich entdecke sie in letzter Zeit häufig, die falschen Bezüge. Männliches Substantiv, weibliches Pronomen. Ein Indiz für Fahrig- oder Schlampigkeit, ein besonders offensichtliches. Aber wenn schon diese einfachen Sachen nicht stimmen, wie steht es dann erst um die komplizierteren: saubere Gedankenführung, stichhaltige Argumente, Einfälle, Realitätssinn? In dem genannten Artikel geht es ausgerechnet um Kreativität. Im vierten Absatz kommt die Schreiberin zur Sache: „›Kreativität wird ganz allgemein als die Erschaffung neuer und brauchbarer Formen definiert‹, sagt Kreativitätsforscher Rainer Holm-Hadulla.” Okay, da weiß ich, dass ich nicht weiterlesen muss. Für solche ganz allgemeinen Erkenntnisse muss ich keinen Kreativitätsforscher bemühen.

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