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Polnischer Beton

Warschau im Jahre 81. Die Uferbefestigung sieht heute besser aus, hundert Prozent © Christian Brachwitz

Warschau im Jahre 81. Die Uferbefestigung sieht heute besser aus, hundert Prozent
© Christian Brachwitz

Der polnische Beton ist rissig, aber unbesiegbar. So ist es auch mit den polnischen Filmen, mit den polnischen Romanen und mit der polnischen Ostseeküste. Und mit dem polnischen Charme. Darüber kann ein Mann wie Jaroslaw Kaczynski nicht hinwegtäuschen, der nicht rissig, aber besiegbar ist, von den polnischen Wählern, bei einer späteren Gelegenheit. Polnische Arbeiter und Restauratoren haben nach dem Krieg die polnischen Innenstädte beispielhaft wieder aufgebaut, darüber gab es keinen Zweifel, der Ruhm verbreitete sich. In den Zeiten des geteilten Europa träumten polnische Maurer davon, bundesdeutsche Häuser zu verputzen. Ihr Respekt vor der D-Mark war so groß, dass sie glaubten, sie könnten sich mit einem verputzten Haus fürs ganze Leben sanieren.

Von den polnischen Frauen wollen wir nicht schweigen. Jüngst war ein Freund in Warschau, er kehrte mit einem Doppelzentner Begeisterung heim; und das hatte zu 99 Prozent mit den polnischen Frauen zu tun. Der Polin Reiz ist unerreicht. Müssen denn die Operetten immer noch recht haben? Wir können uns nur freuen, dass unser Freund überhaupt zurück nach Deutschland gefunden hat.

Hier haben wir es mit Warschau im Jahr 1981 zu tun. Der einsame Spaziergänger hat einen Schirm, eine eingefärbte Brille, einen Hut und seine ganze Würde dabei. Solche Männer waren charmant und heroisch genug, um den polnischen Frauen zu imponieren. Sie konnten es nicht zulassen, dass polnische Frauen dem Werben ihrer gut betuchten ausländischen Bewunderer erlagen. Und sie hatten (und haben) ihre Mittel.

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