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Nebulowsky

Nebulowsky war da

Nebulowsky war da

Unruhige Träume belasten meine Nächte. Es sind in diesen Träumen immer nichtige Sachen, die mich maßlos beschäftigen. Ich sitze in einem Zimmer, es ist mein Zimmer, ein Studentenzimmer wie in Leipzig, vielleicht etwas größer. Von einer Einstellung zur anderen ist es völlig übersät mit Kram. Ich fange an zu sortieren, bilde Stapel von Dingen, die zusammengehören und werfe einiges weg, was ich sowieso nicht mehr brauche. Auf den Stapeln liegt sicher noch vieles, was ich auch nicht brauchen werde. Egal, jetzt sieht es besser aus. Ich denke, dass Sonntag ist. Ich könnte Bernd anrufen, wir könnten was unternehmen. In der nächsten Einstellung sitzt ein Mann mitten im Zimmer. Ich sage: Wer sind Sie denn? Ich bin Herr Nebulowsky, sagt er. Kenne ich nicht. Wenn schon einer sagt, ich bin Herr Soundso! Was machen Sie hier?, frage ich. Ich will hier nur sitzen. Nichts da, sage ich, verlassen Sie den Raum. Wieso? Bin ich denn so hässlich? Das spielt keine Rolle. Ich will allein sein in meinem Zimmer.

Er trollt sich. Oder soll ich sagen: Er leistet meiner Aufforderung folge. Ich sehe, dass er in einem Büro auf dem Gang verschwindet. Dann ist vielleicht doch nicht Sonntag. Und er wollte nur für eine Weile seinen beruflichen Zwängen entfliehen. Tut mir leid, aber ich kann meine Entscheidung nicht korrigieren. Man macht sich ja sonst zum Hampelmann.

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