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Arbeit und Meditation

Viel Arbeit liegt hinter, viel Arbeit liegt vor uns. Besinnung tut not © Christian Brachwitz

Viel Arbeit liegt hinter, viel Arbeit liegt vor uns. Besinnung tut not
© Christian Brachwitz

Wir sind wieder in Straßburg, in einem der besseren Quartiere, einem, wo noch was gemacht wird, ob nun die Grundmauern isoliert oder neue Leitungen verlegt werden. Eine ganze Menge Erde haben die Arbeiter bewegt, haben sich durch den Beton gebohrt. Jetzt ist Gelegenheit, über die Bedeutung der Pause bei der Arbeit nachzudenken, die Rolle des sanften Chaos in der Baustellenordnung. Ein Phänomen, dass der ruhende Arbeiter sofort zum Arbeiterdenkmal wird. Mann der Arbeit, aufgewacht. Es gibt viel zu tun. Es gibt auch viel auszuruhen. Arbeit und Meditation gehen Hand in Hand. Elsäßer und Muselman können einiges voneinander lernen, auch ohne Worte. Räumliche Nähe erzeugt emotionale Nähe. Das Provisorium der Absperrung, der Pressluftspaten, die Schippe, die in die Hüfte gestützte Hand, die auf den Rücken gelegten Arme. Je tiefer man in der selbst ausgehobenen Erde steht, desto kleiner wird man. So wird der Mensch zum Zwerg. Der Schatten des Baums reicht nicht weit genug. Die Sonne brennt den Arbeitern auf den Pelz. Der Muselman friert trotzdem. Dem Elsäßer gehen die Haare aus.

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