Startseite > Brachwitz weekly > Die schlechte Laune in Erfurt

Die schlechte Laune in Erfurt

Ohne Moos nüscht los © Christian Brachwitz

Ohne Moos nüscht los
© Christian Brachwitz

So sah sie aus, die schlechte Laune in Erfurt 1986. Viel zu früh geheiratet, Ein-Zimmerwohnung mit Küche und Außenklo, das Kleinkind hat sich müde geschrien, keene Reisefreiheit und: Sag mal, hast du eventuell Geld aus meinem Portemonnaie genommen und vergessen, es mir zu sagen? Ich hab dich nicht im Verdacht, aber gestern war hier doch noch …

Die Oberschenkel des jungen Ehemanns sind viel zu dünn und bei dem androgynen Wesen rechts im Vordergrund weiß man auch nicht, was man von ihm zu halten hat. Das könnte doch nun wirklich besser aufgelegt sein ohne familiäre Belastungen, zumal es immer selbst das Geld aus dem Portemonnaie nehmen kann.

Was uns echt Hoffnung gab in jener Zeit waren die Friseure. Unsere Friseure waren immer gut drauf, versorgten sich mit Westzeitschriften und konnten dir jede Frisur nachmachen. Wir sahen manchmal aus wie die Fernsehstare von drüben; bloß nicht so fröhlich.

Kategorien:Brachwitz weekly Schlagwörter: , , ,
  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: