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Randlage mit Blumen

Straßburg. Auf dem Weg zum Europarat? © Christian Brachwitz

Straßburg. Auf dem Weg zum Europarat?
© Christian Brachwitz

Wenn das Straßburg ist, dann sind wir von Straßburg enttäuscht, und es ist Straßburg. Die Europastadt. Die Kirchenstadt (der Straßburger Münster ist so berühmt wie der Kölner Dom). Die Weltkulturerbestadt. Die Stadt mit dem Spanferkelmarkt. Vier- und fünfstöckige Fachwerkhäuser im alemannisch-süddeutschen Stil in der von der Ill umflossenen Innenstadt.

All das. Aber auch die schönste Stadt hat ihre abgehängten Quartiere. Das ist ein Natur- und Menschengesetz. Du siehst es in deinen eigenen vier Wänden. Irgendwas vergisst du immer, irgend etwas fristet ein kümmerliches Dasein, da bist du betriebsblind, und es muss erst ein Fremder kommen und sagen, was ist das denn? Die Kraft reicht nie für alles. Wer sich damit abfindet, macht sich nicht verrückt. Wir kennen das alles. Den trostlosen aufgegebenen Laden, den Torweg im ewigen Halbdunkel, den man lieber nicht betreten möchte, den Mann mit Krücke und Hut, der trotz seiner vorrübergehenden Beeinträchtigung im guten Fitnesszustand und augenscheinlich leicht erregbar ist. Die Blumentöpfe an den Fenstern. „Wir fangen noch mal an. Wir geben nicht auf. ” (Was ein Zitat von Lars Gustafsson ist.)

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