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Von der Wortkunst des Bundestrainers

Die Fußballberichterstatter, hier Christian Kamp von der FAS, erläutern uns, wie bedeutungsvoll die Auftritte unseres Bundestrainers Löw vor der Presse sind; das würden wir ohne ihre Hilfe nicht mal erahnen. „Löw ist”, raunt Kamp, „wie ein Politiker gebrieft und vorbereitet. Weil er manchmal gerne selbst die Themen setzen will. Und weil er dann zugleich griffige Formeln parat hat, um seine Anliegen möglichst wirksam in Worte zu verpacken.” Das haben wir noch nicht gewusst. Wir dachten, Löws Begabungen lägen auf anderen Gebieten und dürfen staunen. Und staunen abermals, wenn der Berichterstatter die Belege für Löws Wortkunst anführt. Für die Zukunft des Fußball-Nationalteams müssen wir „noch einen weiteren Weg nach Rom kennenlernen”. „Wir müssen uns ein Stück weit neu erfinden.” „Wir sind in die Phase geraten, wo wahnsinnig viel über Systematik diskutiert wird.” „Wenn man vor dem Spiel auf die Tabelle geschaut hat, war ein gewisser Ernst zu erkennen.” Ja, gewiss, ohne die Handreichung des Fußballberichterstatters hätten wir die Bedeutung dieser Formulierungen des Bundestrainers nicht erkannt. Und auch jetzt bleibt ein Restverdacht. Ist der Fußballberichterstatter vielleicht im Hauptberuf Satiriker? Will er Löw veräppeln? Oder uns? Oder macht ihn der Beruf irgendwie krank? Egal. Wenn man nach dem Spiel gegen Georgien (2:0 für den Weltmeister) auf die Tabelle schaut, dann ist eine gewisse Erleichterung zu erkennen. Wenn auch noch keine Entwarnung.

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