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Der Weg des Kriegers

Bruce Lee im Blut. Hamburg 1989 © Christian Brachwitz

Bruce Lee im Blut. Hamburg 1989
© Christian Brachwitz

Zur Stadt gehören eben nicht nur Straßen, Häuser, Parks, Plätze und Bürger, sondern auch Text, der die Orientierung wie auch Verwirrungen ermöglicht. Schilder, Reklamen, Plakate, Losungen, Hilfeschreie, Gags. Der Text der Stadt. Man möchte an ihm mitschreiben. Der neue Nachbar steht vor seiner Haustür, raucht und tippt auf sein Smartphone ein. Neu ist auch das Schild, das er neben dem Eingang anbringen ließ. Das sagt, wer er ist und was er macht. Spezialist für irgendwas mit Geld. Tolles Schild, rufe ich hinüber. Danke, ruft er zurück, und ich sehe, er freut sich wirklich, freut sich über sein Schild und freut sich darüber, dass es auffällt. Ob es ihm bewusst ist oder nicht, er schreibt mit am Text der Stadt.

Aber hier sind wir in Hamburg und im Jahr 89. Unter den hektischen Schriftzügen fällt das sauber gezeichnete „Bruce-Lee” auf. Zu diesem Zeitpunkt war Bruce Lee schon lange tot, er starb 1973 mit 32 Jahren; vielleicht muss das so sein, bei einer Ikone des Martial-Arts-Films und dem größten Kampfkünstler das 20. Jahrhunderts, wie er von vielen gesehen wurde, ein in San Francisco geborener Chinese, der sich in Hongkong gegen die Verachtung seiner englischen Mitschüler wehren musste und bei Yip Man die Kampfkunst des Wing Chun Kung Fu lernte, aber auch ein begnadeter Tänzer war. „Bruce Lee – der Weg eines Kriegers” heißt ein Dokumentarfilm, in dem 27 Jahre nach seinem Tod entdeckte Ausschnitte seiner Kämpfe verwendet wurden. Der Weg eines Kriegers ist kurz, aber wie wir an der tänzerisch-kämpferischen Haltung des Jungen vor der Mauer sehen: Er wird nicht vergessen.

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