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Genderfragen

Einer für alle © Christian Brachwitz

Einer für alle
© Christian Brachwitz

Was ist es denn, was da noch in Fetzen an der Wand hängt und bald verschwunden sein wird, von Feuchtigkeit und Fäulnis angegriffen? Vier Menschen, die einer sind, der wiederum zwei Geschlechter in sich vereinigt und somit berechtigt ist, sich selbst zu lieben, sich selbst Kinder zu machen und sie auszutragen, eine Strickmütze aufzusetzen, die Augenbrauen sorgfältig nachzuziehen und einen eleganten Bart auf die Oberlippe zu zaubern. Eine lange Frist ist diesem Traum nicht beschieden. Bald wird die Wand wieder so nackt sein wie dieser Mensch, bei dessen Anblick wir unwillkürlich an Conchita Wurst denken, den Mann, der eine Frau mit Bart wurde und den Grand Prix gewann, übrigens mit vielen Stimmen des angeblich so rückschrittlichen Russland. Wessen Geschlechts wir auch immer sind oder sein wollen – es könnte Wurst sein, wenn wir wollen. Muss aber nicht.

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