Im Hafen

Wintersonne im Hafen von Hamburg © Christian Brachwitz

Wintersonne im Hafen von Hamburg 1989
© Christian Brachwitz

Lost in the Harbour, heißt ein Song von Tom Waits, und das hier ist das Gegenteil. Geborgen im Hafen. Der Kiosk führt Glühwein, Tee/Rum, Ansichtskarten, alles, was der Mensch zum Leben braucht. Verloren im Hafen kann sich fühlen, wem das Meer fehlt, die großen Ausfahrten, Sturm und Flaute. Ich muss das nicht mehr, sagt der Alte, ich hab das alles gehabt und mehr als genug. Ich liebe das Meer vom Ufer aus. Früher konnt ich nicht genug kriegen vom großen Abenteuer. Die Ohren sind mir nicht abgefallen im Frost und die Haut ist nicht verbrannt in der Sonne. Kleine Menschen übersieht man oft, aber sie sind standhafter. Wie man so sagt: Wir stehen unseren Mann. Zu Hause hat keiner mehr auf mich gewartet. Das ist die andere Wahrheit. Man muss nicht nur Frost und Hitze ertragen sondern auch bittere Wahrheiten. Meine Zeit gehört mir. Ich kann stundenlag nichts tun und tu doch irgendwas. Zurückblicken. Wie das alles war. Wer weiß, ob die Zeit überhaupt reicht.

 

Kategorien:Brachwitz weekly Schlagwörter: , ,
  1. Es gibt noch keine Kommentare.
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: