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Statistiker und Bürokraten

Wer selten verliert, wird in der Regel ein schlechter Verlierer werden. Verlieren will geübt sein. Bayern München – Borussia Dortmund 0:3. Auch wenn es, zumindest für die Bayern, um nichts mehr geht. Am Ende grapscht der Bayer Rafinha aus Frust dem Dortmunder Mchitarjan ins Gesicht und sieht Rot. Viel zu hart, meint Sportvorstand Sammer, der beim FC Bayern in die Rolle des Sträflings Hoeneß hineinwächst, die aggressive, selbstverliebte, hochmütige Stimme von Bayern München. Der Sieg der Dortmunder ist nach der entschiedenen Meisterschaft wert-, aber keineswegs bedeutungslos. Er liefert Hoffnung für die nächste Saison. Die Experten suchen Gründe für die plötzliche Schwäche der Bayern und finden sie in Guardiolas Statement, dass die Liga für die Bayern durch sei. Damit habe den Münchnern der Druck gefehlt. Guardiola habe leichtfertig den Nimbus der Unbesiegbarkeit aufs Spiel gesetzt. Die Bayern hätten noch einige Rekorde für die Ewigkeit aufstellen können. Das ist der pure Idealismus. Ein Satz soll reichen, und die Realität ist außer Kraft gesetzt? Offensichtlich waren die Bayern fällig. An einem Nimbus der Unbesiegbarkeit gibt es nicht Erstrebenswertes, der ist eher tödlich. Je schneller man ihn loswird, desto besser. Freut euch, ihr Bayern! Fußball-Rekorde sind was für Statistiker und Bürokraten.

Und weiter geht’s. Im Halbfinale um den DFB-Pokal besiegt Dortmund nach den schweren englischen Wochen sozusagen auf den Felgen den VfL Wolfsburg 2:0. Auch Bayern München soll beim 5:1 gegen den Zweitligisten Kaiserslautern Mühe gehabt haben (ich kann das nicht bestätigen, ich sah Barcelona gegen Real Madrid, das große Solo von Gareth Bale!) Das Traumfinale Dortmund gegen München steht vor der Tür und Robert Lewandowski zwischen den Welten.

  1. April 17, 2014 um 3:58 pm

    Moin.
    Deiner Beschreibung von „Sportvorstand Sammer“ kann ich nur beipflichten. Die Abteilung „Attacke“ lebt weiter. Das gehört wohl dazu ….
    Dass Bayern gestern Abend „Mühe“ gehabt hat, kann ich auch nicht bestätigen, nicht weil ich das Spiel nicht gesehen hätte, sondern weil ich beim Sehen grundsätzlich keine erkennen konnte. Dabei hätte ich mir auch lieber den el Clásico angeschaut, konnte aber nicht, mangels Möglichkeit.
    Man kann halt nicht alles haben 😉 Genau das habe ich mir auch gedacht, als ich den Termin vom DFB-Finale hörte (den hatte ich nicht so auf meinem Plan): 17. Mai. 17. Mai? Das war doch was? Genau. Der Tageskalender ist voll. Wie gesagt, man kann nicht alles haben.
    Aber die Medien werden sich im Vorfeld wieder auslassen, die Erinnerungen an 2012 wach rufen, natürlich auch an das letzte Jahr. Vielleicht passiert es ja so, immer schön abwechselnd: 2012, Finale an den BVB, 2013 Finale an die Bayern, 2014, Finale an den BVB 😉
    Viele Ostseegrüße und frohe Ostern!

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