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Jürgen Klopp, der Fatalist

Jürgen Klopp verlängert seinen Vertrag bei Borussia Dortmund bis 2018. Ein Trainer, der Begehrlichkeiten weckt. Er könnte Bundestrainer werden. Er könnte nach England, Italien, Spanien gehen. Aber nein. Er unterschreibt, lange vor der Zeit, bei Dortmund. „Bis 2018 braucht also keiner mehr anzurufen”, sagt Klopp. Für mich ist das eine schöne Nachricht aus einer Fußballwelt, in der vieles unsicher ist, wenn nur das Kapital seine Stimme erhebt. Wenn ein Mäzen sagt, ich will diesen Spieler da, oder, ich will diesen Trainer. Klopp schreibt seine Erfolgsgeschichte beim BVB fort, die ja nie eine einfache Geschichte war, wenn man nur an den Anfang denkt oder an die eigentlich unverzichtbaren Kicker, die sie ihm weggekauft haben Klammer auf So ist Fußball Klammer zu. Schön auch, dass wir bei dieser Gelegenheit erfahren, dass Klopp ein gestandener Fatalist ist. Denn was sagt er noch: „Man muss nicht auf etwas warten, was besser aussieht. Das Gras ist woanders nicht immer grüner, und meine Fähigkeit ist es, das Glück zu sehen, wenn es da ist.” Es gibt nicht viele Trainer auf der Welt, die in der Lage sind, solche scheinbar einfachen Sätze zu sagen. Es gehört in der Tat zu den seltenen Fähigkeiten, das Glück zu erkennen, das sich in der Nähe befindet. Das Glück ist da, und ich bin mittendrin. Die meisten Leute hängen dem Wahn an, dass es etwas noch viel Besseres gibt als das, was sie gerade haben. Nicht Klopp, der Fatalist.

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