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Alles lassen, wie es ist

Wir leben in den Zeiten der Koalitionsverhandlungen. Da ist es auch an der Zeit, dass uns die FAZ erklärt, warum niemand einen Energieminister braucht, auch wenn wir in den Zeiten der großen Energiewende leben und Energieminister im Trend liegen. Ein mutiges Unterfangen, dem sich der Korrespondent Andreas Mihm da unterwirft.  Er macht das in etwa so: Wir brauchen keinen Energieminister, weil „Änderungen im Machtgefüge bei laufendem Regierungsbetrieb kaum möglich” sind. „Auch im neuen Kabinett wollen solche Veränderungen bedacht sein.” Würden wir ein Energieministerium installieren, verlöre das Umweltressort die Zuständigkeit für den Ökostrom, das Wirtschaftsministerium die Verantwortung für Kraftwerke und Stromnetzausbau,  das Bauministerium jene für energetische Sanierung, die Forschung die Fördertöpfe für Energieforschung, Speicher und Effizienzverbesserung.

Schöne Argumentation. Wir sehen also, dass von allen möglichen Seiten (die Interessen der Bundesländer kommen noch hinzu) an der Energiewende herumgezuppelt wird. Allseits kann gefördert, aber auch blockiert werden. Sonderinteressen, Egoismen und Eitelkeiten können allenthalben zur Geltung gebracht werden, Reibungsverluste sich einstellen. Wenn das kein Argument für das Gegenteil, nämlich für ein starkes Energieministerium, ist! Die anspruchsvollste wirtschaftliche und auch gesellschaftliche Aufgabe der kommenden Jahre endlich mit einem klaren Programm und einer durchdachten Linie durchführen, statt unentwegt den Verbraucher für alle Ungereimtheiten und Halbheiten zur Kasse zu bitten.

Aber Mihm hat noch ein gewichtiges Argument: Es würde Monate brauchen, bis das neue Ministerium einsatzbereit wäre. Ja, dann … Dann fangen wir gar nicht erst an!

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