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Spurenelemente von Glück

Abstand halten ist nicht die schlechteste Idee

Abstand halten ist nicht die schlechteste Idee

Meine Nachbarn sprechen jetzt lauter als im vergangenen Staat. In dem waren ihre Arbeit und ihre Stimme wichtig. Man hätte ihnen nicht gestattet, ihre Arbeit und ihre Stimme für sich zu behalten. Dadurch wussten sie: Ich bin schon wer. Ohne mich würde es hier wahrscheinlich gar nicht gehen. Nun will man von ihnen keine Arbeit, im Gegenteil, man ist froh, wenn sie mit ihrer Arbeit da bleiben, wo der Pfeffer wächst, in ihrem Garten oder in ihrer guten Stube.  Und auch ihre Stimme, um die turnusmäßig gekämpft wird, ist nicht wirklich wichtig. Ihre Stimme vergeht spurenlos im Äther oder wo auch immer und die Parteien lachen sich ins Fäustchen. Nichts wird besser, was auch immer meine Nachbarn mit ihrer Stimme angestellt haben. Na, und ich bin ja auch so ein Nachbar.

Abend. Nach der größten Hitze. Ich freue mich, dass ich mich in den Garten setzen kann. Mit Tomatenbrot, Weißweinschorle und der FAZ vom Tage. Ich sehe meinen Nachbarn beim Studium von BILD. Ich danke meinem Schicksal, dass ich nicht in der gleichen Lage bin wie er. Dass ich nicht Bild lesen muss, sondern die FAZ. Und er dankt wahrscheinlich seinem Schicksal, dass er BILD hat und nicht diese Buchstabenwüste mit dem Zeitungskopf in Frakturschrift lesen muss. So entstehen auf allen Seiten Spurenelemente von Glück.

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