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Fünf Versuche, etwas über Männer auszusagen …

Wir sahen den Film im Babylon Mitte. Rechts neben der Volksbühne

Wir sahen den Film im Babylon Mitte. Rechts neben der Volksbühne

… können auch sechs oder sieben Versuche sein in dem spanischen Film „Ein Freitag in Barcelona”. Egal. Das Ergebnis ist desaströs. Mit den Männern ist nichts los. Mit den modernen Männern im Jahr 2013.

Aber vor den Männern erst mal zum Film. Ist ein Gesprächsfilm. Zwei Männer oder ein Mann und eine Frau treffen zusammen und dann wird gequatscht. Ist also kein richtiger Film. Eher ein Konversationsstück, etwas, das auch im Theater oder in einem Klub stattfinden könnte. Ich glaube, der Originaltitel des Films ist ungefähr „In jeder Hand eine Pistole”.  Man hat noch den John-Wayne-Mann in der Birne und ist im Vergleich dazu ein romantischer Versager. Frau weg, Job weg, Geld weg, man wohnt wieder bei der Mutter und liebt seine Katze. Oder man hat Erfolg im Job, aber auch die Managerkrankheit und einen Psychotherapeuten. Angstzustände laufende Meter. Froh, einen alten Freund zu treffen, dem es noch schlechter geht. Oder man ist ein Typ, der glaubt, dass der Zufall ihm das Leben versaut hat. Man hatte den Regenschirm vergessen, flüchtete in ein Café, verliebte sich dort in eine Krankenschwester an, verließ seine Frau, und steht nun vor der Toilettentür, während sie, die Geschiedene, pinkelt, und kann nicht aufhören, zu bereuen, zu bereuen und zu bereuen. Und wenn man dann erfährt, dass die Frau schwanger ist von einem Juan, dann nimmt man das mit nihilistischem Charme zur Kenntnis und trägt die letzten drei Kartons seiner Habseligkeiten nach Hause. Denn das ist der moderne Mann: Welche Pleite er auch immer erlebt, er kann das abstreifen, er kann lächeln, Melancholie ist ein schönes Gefühl. Nicht kämpfen. Nicht schreien. Das Glück wird mir irgendwann schon wieder hold sein. Irgendjemand wird mich schon retten. Warum macht ein Mann, in diesem Fall Cesc Gay, einen solchen Film? Wahrscheinlich, weil diese Losertypen im Moment mehr hergeben als der Macho. Sie sagen einfach die besseren Sätze. Am Ende sitzen sie zusammen auf einer Party und stellen fest, dass sie eine seltsame Gesellschaft sind. Hast du heute schon was gegessen? Frühstück. Die Sonnenblumenkerne vom Hamster meiner Mutter.

Die Frauen sind die Sieger. Nein. Die Frauen sind die Machos. In diesem Film. Und sie spielen die Nebenrollen. In diesem Film. Man kann nicht alles haben.

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