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Der Verdreifacher

Dem Literaturredakteur Hubert Spiegel gelingt es, in einer schmalen FAZ-Spalte aus einem gleich drei Romane zu machen. Es geht um den Amerikaner Cormac McCarthy, dessen Roman „Die Abendröte im Westen” im Jahr 2000 noch ein Geheimtipp in Deutschland war. Ein paar Zeilen später plaudert der gute Hubert Spiegel vom Roman „Die Morgenröte im Westen”, der McCarthys Hauptwerk sei. Und schließlich erwähnt der Literaturredakteur Spiegel den Roman „Blood Meridian”. Man ist verwirrt und begibt sich ans Regal, um Klarheit zu erlangen. Es gibt den Roman „Die Abendröte im Westen” von Cormac McCarthy. Die Originalausgabe erschien im Jahr 1985 unter dem Titel „Blood Meridian or The Evening Redness in the West”. Die Morgenröte im Westen klingt natürlich optimistischer. Mithin: Wir haben hier einen Roman und dank Hubert Spiegel drei Titel.

Letztlich hat der Literaturredakteur Spiegel das alles gut gemeint. Er möchte Cormac McCarthy, der am Sonnabend 80 Jahre alt wird, auf den heiligen Seiten der Qualitäszeitung FAZ zum Geburtstag gratulieren. Da ist es schon besser, wenn er einen Roman verdreifacht und nicht das Lebensalter des Autors. Wobei ich finde, dass man sich einen so lieblosen und zerstreuten Glückwunsch auch in die Haare schmieren kann.

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