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Was bleibt ist Beton

Angekommen. Am Ende der Welt © Christian Brachwitz

Angekommen. Am Ende der Welt
© Christian Brachwitz

Heiner Müller hätte auch einen solchen Saum Verkommenes Ufer nennen können, aber es ist die Ostsee im Jahr 2007 oder das Ende der Welt am Ende der Zeit. Fleisch und Fett stößt auf Beton. Das eine hat keine große Überlebenschance, das andere hat keine große Untergangschance. Das haben manche schon immer gewusst: Der Beton wird unbesiegbar sein. Und doch hat er eine Öffnung. Und doch kann man ihn mit Buchstaben und Zeichen noch schöner machen. Mit der rechten Hand hält sich der Mensch fest, mit der linken könnte er sich wehren. Und wenn er nicht nur hineinschaute, sondern auch hineinginge ins Innere des Betons: Was würde er finden? Vielleicht irgendein Tier, für das er keinen Namen weiß. Normalerweise eine leere zerdrückte Zigarettenschachtel, eine leere Flasche, Joghurtbecher. Heiner Müller sprach von Keksschachteln, Kothaufen, zerrissenen Monatsbinden. Nein, die letzten Geheimnisse der Welt wollen wir nicht wissen. Wir kehren lieber um. Orpheus und Eurydike. Suliko. Meike und Mike.

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