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Wie weit kann Hybris gehen

Wenn der Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) einen Kopfschuss bekommt und in der Folge unter Amnesie leidet, ist die Bibi Fellner (Adele Neuhauser) derart gefordert, dass sie (oder der Autor des Wiener Tatorts) ganz ihre Alkoholprobleme vergisst. Die ewige Verdrossenheit hat den Inspektor Eisner schon hinlänglich determiniert, nun kommt noch der Gedächtnisverlust hinzu, die Narbe, das Fragment des Geschosses, das noch nicht aus dem Schädel entfernt werden kann und, am schlimmsten von allem, die Ermittlungen im Kärntner Bad Eisenhappel, wo man die Wiener hasst wie die Pest, und die Wiener verunglimpfen zum Ausgleich die Leute vom Land: das Dumpfe, Harmonisierende, ja, sagen wir es doch: Faschistoide, bis die Bibi ihren desolaten Chef ermahnen muss: Moritz, es ist nicht alles braun, was singt. Am Ende zeigt sich, dass die Landeier zum großen Verbrechen nicht fähig sind. Sie waren nur Mitläufer und sind Vertuscher. Am Ende haben wir es zu unserem Unglück mit dem Prototyp des sympathischen Mörders zu tun, der überzeugt ist, dass er Opfer bringt für die Menschen, wenn er einen Menschen umbringt oder auch zwei, wenn es sich so ergibt, einer, der sich selbst auch zum Opfer macht. Maja, sagt er, hat meine Entscheidung verstanden. Meine Entscheidung, sie umzubringen. Wie weit kann Hybris gehen.

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