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Von Mensch zu Haustier

Mit dem Tatort aus Ludwigshafen war nichts los. Der Fernsehkritiker der FAZ sah sich in der Vorabrezension mangels Masse gar veranlasst, über die Kommunikation zwischen Mensch und Haustier nachzudenken, um über Freud auf die Ambivalenzen in menschlichen Beziehungen zu kommen. Ein (schlecht inszeniertes) Kindheitstrauma musste herhalten, um eine Motivation für die Tat herzuleiten. Manche Szene wirkte wie ein kinematographisches Zitat und fremdelte in diesem eklektizistischem Filmgebilde. Die Tatmotive waren derart breit und willkürlich gestreut, dass man schon sehr bald mit Gleichmut an den Täter dachte; jeder konnte es sein, jeder hatte irgendwie sein spezielles Ding an der Waffel und den Knast verdient.

Die Qualität der Schauspieler liegt wie manches Mal ein paar Stufen über der des Drehbuchs. Und ist denn so ein Tatort eine Stopfgans, die mit völlig irrelevanten Bestandteilen gefüllt wird, etwa der Hobbymusik, die Kommissar Kopper mit einer Handvoll banaler Hobbyschauspieler macht, die ständig auf sein liebeloses Zusammenleben mit der Kollegin Odenthal anspielen? Ulrike Folkerts als Kommissarin droht zu einer Frau ohne Eigenschaften, aber mit langen Haaren zu werden. Es muss dringend frische Luft ran, an diese Konstellation zwischen Odenthal und Kopper. Und an den Tatort aus Ludwigshafen sowieso.

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