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Tat-Ort-Zeit

Würden Sie bitte aufhören, mich ständig zu duzen! Das war für mich irgendwie der am besten –  so beleidigt, empört und vornehm – gesagte Satz im Tatort „Fette Hunde”. Max Ballauf oder besser Klaus J. Behrendt, ein Schmerzensmann und grauer Wolf, sagt ihn zum schnöseligen Besitzer eines schmierigen Hotels. Bei Andreas Kleinert, denn das ist der Regisseur, ist das Leben immer besonders düster und schlimm. Die Ästhetik des Unheils schlägt durch. Von der stets misslingenden Rückkehr deutscher Soldaten aus Afghanistan ins gewöhnliche bundesrepublikanische Leben zu erfahren, gehört nicht zu meinen Lieblingssujets. Bemerkenswert töricht, wenn die FAZ ihre Vorabrezension untertitelt: „Ein sehenswerter Kölner ›Tatort”‹ bringt den Afghanistan-Konflikt nach Deutschland”. Er ist schon lange in Deutschland, der Konflikt, oder er wird nie hier sein. Also. Der Tatort ist sehr gut, sehr clever gemacht. Aber er will einem nicht gefallen. Das Leben im Film hat Schlagseite. Da helfen auch die Trostpflästerchen, sich anbahnende Liebesgeschichten und ein bisschen Humor, nicht. Die wirken eher unecht.

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