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Wir armen Hansa-Rostock-Schweine, zweite Lieferung

Bindfaden für Sportfreund Weilandt

Bindfaden für Sportfreund Weilandt

Wir armen Hansa-Rostock-Schweine wissen schon lange, dass uns ein Tor nicht reicht, um einen Sieg einzufahren. Sowie wir ein Tor schießen, fangen wir an zu flattern, so dass es dem Gegner leicht fällt, auszugleichen und vielleicht noch selbst in Führung zu gehen. Unsere Nerven beruhigen sich erst, wenn wir mit zwei oder drei Toren führen. Und so kam es auch zu den beiden Siegen in dieser total, total versauten Saison. Zwei Siege in 26 Spielen, meine Güte, wie soll man das nennen, wenn nicht eine Schmach! Am Anfang der Spielzeit lief vieles unter der Überschrift „Pleiten, Pech und Pannen” und Benachteiligung. Unglückliche Billardgegentore, Zerstreutheit vor dem eigenen und dem gegnerischen Tor, unberechtigte Elfmeter und Abseitstore gegen uns, verweigerte Elfmeter für uns, einschüchternde gelbe Karten. Es gibt einige Teams und in diesen Teams eine ganze Reihe Spieler, die sich dramatisch fallen lassen, wenn sie sehen, dass sie einen Zweikampf verlieren. Dann bekommen sie einen Freistoß. Gegen Hansa Rostock klappt das immer, für Hansa Rostock nie. Nun sind bei uns zusätzlich einige hausgemachte Traumata zu verzeichnen. Unser begabter Torhüter Kevin Müller hat noch nie einen Elfmeter in einem Pflichtspiel der Profis gehalten. Ständig schießen die Einwechselspieler des Gegners Tore gegen uns – es scheint, dass wir die einfach übersehen. Immer stellen wir uns bei Standards blöd an. Wir sind dabei, einen knallharten Unglücksraben in unserem Team zu entwickeln. Tom Weilandt, noch nicht zwanzig Jahre alt, Sohn der Hansa-Legende Hilmar Weilandt, technisch hochbegabt, versagte in der vorletzten Saison beim Elfmeterschießen im Pokalendspiel der Junioren. Gegen St. Pauli macht sich in der 9. Minute sein Ellbogen selbständig und streckt den Gegenspieler nieder. Weilandt sieht die dafür vorgesehene Karte und fliegt vom Platz. Hansa spielt über 80 Minuten in Unterzahl, verliert natürlich nach tapferem, aber aussichtslosem Kampf. In Karlsruhe gerade, wir führen 2:1, haben das Spiel im Griff, langt er, nachdem er eine gute Gelegenheit vor dem gegnerischen Tor versiebt hat, im eigenen Strafraum mit der Hand nach dem Ball. Elfmeter. 2:2. Ein Sieg hätte uns noch einmal Chancen im Kampf um den Klassenerhalt eröffnet. Was soll man tun? Weilandt die Arme an den Körper fesseln?  Geben die Statuten des DFB eine solche Maßnahme her? Ich fürchte nicht.

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