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Journalistischer Alptraum

Aber da war es doch, das Mühlenmuseum, da war es doch…

Aber da war es doch, das Mühlenmuseum, da war es doch…

Die Nacht beglückte mich mit einem journalistischen Alptraum. Ich war in Schwerin, um eine Reportage über die Stadt zu schreiben, eher eine kulturelle, was es in Wirklichkeit tausendmal gegeben hat. Es lief gut, bis ich plötzlich das Mühlenmuseum nicht fand, das in dem Text eine Rolle spielen sollte. Ich war immer nah dran, aber immer, wenn ich eintreten wollte, wurde ich abgelenkt, oder das Mühlenmuseum war nicht an der Stelle, wo es hätte sein sollen. Oder ich war schon drin, und dann war es nicht doch das, was es sein sollte. Oder ich glaubte, schon darüber schreiben zu können, um dann festzustellen, dass ich es in der Tat nie gesehen hatte. Dann wurde ich inne, dass die Redaktion plötzlich zwei junge Kollegen (ehrgeizige Berufsanfänger, Praktikanten, Volontäre, was weiß ich) an meine Seite gestellt hatte, mit denen natürlich nichts besser wurde. Ich irrte weite durch die Stadt, und die Stadt irrte durch mich. Dann erschien der Chefredakteur und glaubte, die Sache persönlich in die Hand nehmen zu müssen (wie sie so sind). Die Geschichte wurde zur Haupt- und Staatsaktion, aber das Mühlenmuseum blieb trotzdem oder jetzt erst recht virtuell. Immer mehr musste ich, mehr noch als mein gesamtes Umfeld, an meiner beruflichen Befähigung zweifeln, und als ich aufwachte, war ich erleichtert über meinen derzeitigen Status und dass der Traum nichts mit der Wirklichkeit zu tun hatte.

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