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Wir armen Hansa-Rostock-Schweine

An der Küste geht man leicht baden

An der Küste geht man leicht baden

Das Mal des Abstiegs steht uns armen Hansa-Rostock-Schweinen auf der Stirn, seit wir im eigenen Stadion gegen den Audi-Club Ingolstadt verloren, und danach ist alles nur noch schlimmer geworden. Wir wissen nicht mehr, wie wir uns rechtfertigen sollen. Dabei haben wir die Spiele nicht selbst vergeigt, das ist immer noch das Team, aber der Rechtsfertigungszwang hat trotzdem Besitz von uns ergriffen. Am Sonntag kam die Eintracht aus Frankfurt mit dem Trainer, der einmal unser Trainer war und der uns verließ, als es uns am besten ging, weil er Heimweh hatte und seine Frau zu Hause geblieben war. Das war der Mann, der mit seinem Hund einsame Spaziergänge am Meer unternahm. Der Oberlehrer, dem einige unserer Spieler zu rüpelhaft waren, aber im Fußball braucht du einfach diese oder jene Drecksau, sonst kommst du zu nichts.

Die Frankfurter Eintracht mit ihrem Riesenetat ist wahrlich keine Übermannschaft, und wir haben gut dagegengehalten. Allerdings haben wir unsere Chancen nicht rein gemacht, und in der 13. Minute haben wir nicht aufgepasst und in der 42. Minute noch mal nicht. Den Mut haben wir nicht verloren, nach der Pause griffen wir initiativreich an und in der 63. Minute fiel das 1:2. Jeder weiß, dass dies für die führende Mannschaft einen Einbruch bedeutet, natürlich wird sie nervös, denn der sichere Vorsprung ist dahin, das Spiel, ja, wir hätten es drehen können. Stattdessen macht die Eintracht das 3:1, das 4:1 und das 5:1. Die Zeitungen reden von einem Debakel, Frankfurt habe uns deklassiert, leicht und locker die Punkte mitgenommen. So war es nicht! Aber wer soll uns das glauben. Das Einzige, was man uns glaubt: Wir steigen wieder ab. Nicht mal ein Wunder kann uns noch retten. Zehn Wunder müssten es sein.

Das Schlimme ist: Der DFB muss im Moment nicht mal seinen Spezialschiedsrichter Gagelmann einsetzen, um Hansa am Punkten zu hindern. Das erledigt die Mannschaft selbst. Andererseits gibt es aufschlussreiche Indizien: In der gesamten Hinrunde bekam Hansa keinen einzigen Elfmeter zugesprochen (obwohl es einige eindeutige Situationen gab), aber einige und zudem fragwürdige gegen sich. Offenbar ist das auch im DFB aufgefallen. Es wurde umgesteuert. Nach der Winterpause erhielt Hansa, ich glaube, drei Elfmeter zugesprochen, die sich kaum rechtfertigen ließen, es sei denn durch schlechtes Gewissen der Schiedsrichter und des DFB. Man musste einfach die Bilanz frisieren. Aber inzwischen ist das Team nervlich schon derart zerrüttet, dass ihm auch solche Entscheidungen nicht mehr helfen.

Zum Schluss: Das Leiden am halb freiwillig, halb unfreiwillig erwählten Verein öffnet den Fokus für fremde Vereine in Europa und der Welt. Wir litten fußballerisch am Tunnelblick. Das mag sich jetzt ändern.

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